Unsere alte INTERFLUG im Web
Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

last updated:
18-Feb-2018


Revision 3.0
IF-News 2018

Die Statistik-Page wird jeweils am Anfang des Monats aktualisiert

Wolfram Ritter verstorben

Autor: Horst Materna  
12.02.2018
Persönlicher Nachruf auf WolframRitter.
Wieder ist ein Mitstreiter der ersten Stunde und ein liebenswerter Mensch von uns gegangen.
Wolfram Ritter wurde am 15. März 1935 in einem kleinen Dorf in der Nähe von Görlitz geboren und besuchte dort auch die Grundschule. Nach einer Ausbildung zum Schlosser trat er 1955 in die KVP ein und begann an der Offiziersschule der LSK die Ausbildung zum Flugzeugmechaniker. 1957 wurde Wolfram zur damaligen Deutschen Lufthansa versetzt und begann als Flugzeugschlosser seine Laufbahn in der zivilen Luftfahrt.
Drei Jahre später erhielt er die Gelegenheit als Bordmechaniker auf der IL-14 zu fliegen. Nach der Umschulung auf die IL-18 qualifizierte er sich zum Navigator, eine Bordfunktion, die er später auch auf der IL-62/M bis zum Ende der INTERFLUG erfolgreich ausübte.
Wolfram engagierte sich stets für sozialpolitische und arbeitsrechtliche Probleme und übernahm nach dem Besuch der Gewerkschaftsschule Anfang der 1980er Jahre die Funktion als Vorsitzender der Gewerkschaftsorganisation im Flugbetrieb des Verkehrsfluges.
Gemeinsam haben wir in der Folgezeit gegen inkompetente Vorgesetzte und sture Verwaltungsmenschen für soziale und lohnpolitische Verbesserungen für das Cockpit- und Kabinenpersonal gefochten und Erfolge erzielt. Während dieser Zeit hat sich auch ein freundschaftliches Verhältnis zwischen uns herausgebildet, für das ich dankbar bin.

Nun ist Wolfram nach schwerer Krankheit am 7. Februar friedlich entschlafen – ich gedenke ihm in stiller Trauer.

Flugkapitän i.R. Horst Materna
 
Die Trauerfeier findet am 24.3.2018 in Lübben auf dem Hauptfriedhof statt.
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Wolf-Rüdiger Röhr verstorben

Autor: Thomas Hildebrandt  
08.02.2018

Sehr gehrte Damen und Herren,

am 26. Januar 2018 ist mein Vater, Dipl.Ing.Wolf-Rüdiger Röhr plötzlich und unerwartet verstorben. Er war bis zur Wende Prüfer in Berlin Schönefeld und danach noch bei der BerLine.

Die Trauerfeier findet am 22. Februar 2018 um 10.00 Uhr auf dem Friedhof in Berlin Friedrichshagen statt. (Peter-Hille-Straße 84, 12587 Berlin)

Mit freundlichem Gruß Thomas Hildebrandt, geb. Röhr

Auch das Team von Interflug.biz möchte der Familie und allen weiteren Angehörigen
unser tiefempfundenes Beileid aussprechen
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Stewardessen berichten aus dem Berufsleben bei der Lufthansa der DDR und der Interflug

Autor: Marianne Jacdahl  
01.02.2018

Lieber Jörn, herzlichen Dank für diesen ausführlichen Hinweis auf die neue Doku am 8. Februar.
Einen Tag zuvor, am 7. Februar, werden Hannelore Mildes (früher Lorenz) und ich im Technikmuseum in Dessau einem interessierten Publikum aus unserem Berufsleben an Bord von IL 14 und 18 erzählen, welche Aufgaben die allerersten Stewardessen von DLH und IF so hatten usw..

Ich habe uns dazu eine Art "Drehbuch" geschrieben.
So beginnen wir z.B. damit,. dass wir uns (1958) auf einem fiktiven DLH-Linienflug DESSAU - Prag - Budapest - Bukarest befinden und unser heutiger Captain Werner-Richard Schmidt aus Wittenberg (das ist der Leiter der Arbeitsgruppe "Themenkreis" des Museums) alle Passagiere herzlich willkommen heißt. Und während ich die Passagiere auf Deutsch begrüße und Startbonbons anbiete (wie einst), wird Hannelore die Gäste (wie einst) in Russisch und Englisch begrüßen und dann damit beginnen, wie sie (nach ihrer Jugend in der UdSSR im "Dunstkreis" von M.v. Ardenne) über Studium in Leipzig zur DLH gekommen ist. - Dann ziehe ich mit meinem gänzlich anderen Weg zur DLH (Lehre Speditionskaufmann und DLH-Luftfracht) nach.
Und so werden wir lt. "Drehbuch" 18 Stationen "abarbeiten", bis wir dann "zur Landung" ansetzen und - natürlich - auch wieder Landebonbons ausgeben. (Ein i-Tüpfelchen - wenn es denn klappt, was vom Dienstplan abhängig ist - : Hannelores Enkelin fliegt als Stewardess (Frau Oberfeldwebel!) auf der Regierungsmaschine mit Merkel & Co. Wenn nichts dazwischenkommt (was da sehr häufig kurzfristig der Fall ist), wird sie mit uns in Dessau sein.
Und dann lassen wir sie mal erzählen... Doch das ist noch nicht in trockenen Tüchern... ) Was mich erneut wurmt: Da heißt es im Text zur neuen IF-Doku wiederum völlig falsch: " Die weiß-rote Maschine zeugt von der ersten und einzigen zivilen Fluglinie der DDR, der Interflug"! - DAS STIMMT NICHT ! Viel früher war bereits die DLH (Deutsche Lufthansa) die zunächst einzige zivile Fluglinie der DLH.
Danach hatten wir über den längeren Zeitraum zwei zivile Fluglinien der DDR und flogen auch so; heute in hellblauer DLH-Uniform, morgen in dunkelblauer IF-Uniform.
Ich habe bisher immer verschiedentlich versucht, das klarzustellen und dachte, das hätte man jetzt begriffen. Offensichtlich jedoch NICHT!

Man sollte eigentlich vor Ausstrahlung der Doku darauf noch hinweisen... Wer macht's?

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PROGRAMMANKÜNDIGUNG NEUE DOKU INTERFLUG

Andrè hat mich auf diese Dokumentation über die Interflug aufmerksam gemacht.
25.01.2018
Am 8. Februar um 21:15Uhr bei ZDFinfo

„DDR mobil“ zeigt, wie die Interflug der DDR einen Hauch von Welt verlieh In der DDR herrschte ständig Mangel: Mangel an Rohstoffen, an Fachleuten und an Freiheit. Dennoch leistete sich dieses Land etwas Großes: eine weltumspannende Luftfahrtgesellschaft und sogar eine Flugzeugbau-Industrie.
Mit dem Flugzeug (fast) in alle Welt: Die TV-Reihe „DDR mobil“ erzählt von der Interflug, der legendären Fluglinie des ostdeutschen Staates. Da steht sie, im Interflug-Museum im brandenburgischen Stölln: Die legendäre IL 62, genannt „Lady Agnes“. Die weiß-rote Maschine zeugt von der ersten und einzigen zivilen Fluglinie der DDR, der Interflug. 1955 bekommt die DDR mit Erlaubnis der Sowjetunion eine Fluggesellschaft, 1956 startet der Linienverkehr. 33 Jahre lang sollten die weltumspannenden Flüge in alle Welt dem sozialistischen Staat, in dem es an viel mangelte, einen Hauch von Welt verleihen. Die ZDFinfo-Reihe „DDR mobil“ zeigt unter dem Titel „Hoch hinaus mit Interflug“ (Donnerstag, 8.2., 21.15 Uhr) die Entwicklung des DDR-Zivilverkehrs.
In den ersten Jahren erlaubte sich die DDR sogar eine eigene Flugzeugbauindustrie. Samt technischer Sensation: Vor 50 Jahren startete mit der „152“ in Dresden das erste auf deutschem Boden gebaute Düsenverkehrsflugzeug. Doch schon beim zweiten Testflug kam es zur Katastrophe: Die Maschine stürzte ab. Prompt befahl die UdSSR, den gesamten Flugzeugbau in der DDR einzustellen. Fortan setzte man auf russische Fabrikate wie Tupolew und Iljuschin.

Recht unbekannte Geschichten wie diese sind es, die der ZDR-Doku Charme verleihen. Ein Hauch von Ostalgie weht durch den Film: Die „Interflieger“, wie sich die Besatzung der Linie nennt, treffen im alten Kultursaal der Fluggesellschaft wieder aufeinander, reden über alte Zeiten. Insgesamt hatte die Interflug etwa 8.000 Mitarbeiter, „ein erlesener Zirkel“, wie es heißt. Interviewt werden Stewardessen, Piloten und Interflug-Leiter - von denen jeder damals durch Kader auf politische Stabilität und privates Umfeld geprüft wurde. Schließlich flog die Interflug neben inländischen und innersozialistischen Zielen auch Städte wie Wien, Stockholm und Damaskus an. Treue zum sozialistischen Staat war da Voraussetzung. Zumal die Interflug auch überaus viele Solidaritäts- und Sonderflüge absolvierte, die Schuluniformen nach Vietnam lieferten, Lebensmittel in den Sudan brachten oder Kriegsverletzte aus Nicaragua transportierten.

Sogar die Agrarflüge, die über den Feldern der DDR Kunstdünger versprühten, lagen im Auftrag der Interflug. Nicht selten wurden die „Hummel“ genannten Maschinen auch zum Fluchtversuch gen Westen genutzt. Der Film nähert sich diesen Details ostdeutscher Geschichte mit Liebe zum Detail und seltenen Originalaufnahmen - unter anderem vom ersten Flug nach Singapur, auf den sich normale Ostdeutsche natürlich nicht begeben konnten. Nicht einmal nach Kuba ging es. Westdeutsche hingegen nutzten die Billigflüge aus dem Osten gern. Die Berichte der Crews und Beteiligten über diese Erlebnisse sind Gold wert im heutigen, traditionell die ostdeutsche Alltagsgeschichte ignorierenden Fernsehen. Stoff lieferten die exotischen Ziele und die Beziehungen zwischen Piloten und Stewardessen auch schon dem DDR-Fernsehen: 1986 entstand mit „Treffpunkt Flughafen“ eine fast vergessene Serie über den Alltag bei der Interflug.

Dieser blieb indes nicht ohne Zwischenfälle und Enttäuschungen: 1972 stürzte südlich von Berlin eine Interflug-Maschine ab; der folgenreichste Unfall auf deutschem Boden. Zum Ende der DDR kam dann auch das große Ende der Interflug: Hoffte man zuerst noch, der Mauerfall würde den Luftverkehr erst richtig öffnen und erwarb sogar brandneue Airbus-Maschinen, wollten die BRD-Politiker die DDR-Linie später unbedingt abwickeln. Die Lufthansa übernahm, die Interflug war Geschichte, ihre Flugzeuge museumsreif.

Heute kann im Interflug-Museum sogar geheiratet werden, wie die Doku zeigt. Mitten in der legendären Maschine, der IL 62, genannt „Lady Agnes“. Dieser edlen Lady ist es wohl egal, in welchem Staat sie ihren verdienten Ruhestand begeht.

https://www.nordbuzz.de/kino-tv/ddr-mobil-tv-reihe-zdfinfo-zeigt-interflug-einen-hauch-welt-verlieh-9516343.html

Quelle (mit freundlicher Genehmigung): teleschau - der mediendienst

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Rudolf Bräschan verstorben

Autor. Reiner Scope  
16.01.2018
Wie wir heute am "IL62-Stammtisch" erfahren mussten, ist unser ehemaliger Kollege Rudolf Bräschan, geb. 18.12.1926 am 10.1.2018 verstorben.
Als geschätzter Kollege war er tätig als Bordmechaniker auf der IL14 und danach flog er als Flugingenieur auf den Typen IL18 und IL62. Am 2.2.2018 um 11.00 Uhr begibt er sich nun zu seiner letzten Ruhe auf dem Friedhof in Zeesen, August Bebel Straße.

Wir als seine Kollegen nehmen Abschied von ihm und werden uns stets an ihn erinnern.

Auch das Team von Interflug.biz möchte der Familie und allen weiteren Angehörigen
unser tiefempfundenes Beileid aussprechen
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Werner Perlick verstorben

Autor: Wolfgang Hakansson  
14.01.2018

Hier die nächste Trauermeldung, sie stammt aus dem jahr 2017

Am 16.12.2017 ist Werner Perlick im Alter von 81 Jahren verstorben. Nachträglich unser herzlichstes Beileid der Familie und allen Angehörigen. Die Beisetzung faand vor wenigen Tagen, am 08.01.2018 auf dem Städtischen Friedhof in Altglienicke statt.

Wolfgang Hakansson
Interflug.biz
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Achim Stiebritz verstorben

Autor: Wolfgang Hakansson  
08.01.2018

Ja, es hört nicht auf mit den Trauermeldungen in diesem Jahr.

Hier eine Meldung die uns erst gestern erreicht hatte, aber schon aus dem vergangenen Jahr stammt.

Achim Stiebritz ist am 19.09.2017 im Alter von 80 Jahren vertorben. Die Beisetzung fand am 28.10.2017 statt.
Vielleicht bekommen wir ja noch einige Informationen über den ort der Beisetzung

Wolfgang Hakansson
Interflug.biz
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Dieter Franz verstorben

Autor: Wolfgang Hakansson  
07.01.2018

Die erste traurige Nachricht in diesem Jahr.

Gestern ist „Flieger Franz“, wie wir Ihn alle liebevoll nannten, im Alter von 76 Jahren verstorben. Selbst in diesem Alter, war er immer noch aktiv geflogen. Dafür haben wir Ihn alle mit Hochachtung beneidet.

Nun hat er seinen letzten Flug angetreten. Wir alle werden Ihn in liebevoller Erinnerung behalten.

Wolfgang Hakansson
Interflug.biz
  Die Trauerfeier findet am 19.01.2018 um 11:00 Uhr, auf dem Waldfriedhof in
12589 Rahnsdorf, Fürstenwalder Allee 93 statt.

 
Autor: Gerd Fucke

 

06.01.2018
 

Ein sehr guter Fliegerfreund ist zu seinem letzten Flug gestartet …
Ein toller Mensch und Flieger.

Er war immer der erste Gratulant mit einer umfangreichen Laudatio zu meinem Geburtstag. Er erreichte mich überall und von überall auf dieser Welt. Gestern rief er nicht an, er hatte objektive Gründe wie ich nun sicher weiß.

Wir erlebten fliegerisch einiges gemeinsam oder teilten Erlebnisse, die wir nicht gemeinsam hatten. Auf der IL-18 hatten wir beide gemeinsam das Kapitänstraining, wir haben uns nichts geschenkt, Gerd Radig, der durchführende Instrukteur, ermahnte uns beide gelegentlich dabei. Bei GMI wurden wir gemeinsam von Cape. Scheel in EMA trainiert, einschließlich Kaffeefahrten auf der falschen Straßenseite.

Farewell Dieter!

Dein Freund und Fliegerkamerad Gerd

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Bildmaterial: Wolfgang Hakansson  
19.01.2018
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