Die alte INTERFLUG im www
Historische Betrachtungen zur einstigen DDR-Fluggesellschaft INTERFLUG

last updated:
12-Mär-2017


Revision 3.0
Lehrschriften

   
19.10.2016

Dipl.-Ing. Gerhard Kotzan
Januar 1976

Lehrschrift Triebwerk / Zelle

Dezember 1968

Lehrschrift Zelle und Anlagen
Januar 1969

Funkempfänger RPC
1962

Grundlagen HF-Technik
Dezember 1970

Methodisches Lehrbuch für die Untersuchung des Überrollens der SLB durch die Flugzeuge
1981 Moskau Verlag Lufttransport

FLY AWAY North Atlantic East Cost

NAT EPOS FLY AWAY Supplement

Methodik der fliegerischen Ausbildung
1979

Betriebsanleitung Inertial Navigation System I-11
Mai 1983

IL-18 Radio und Navigationsausrüstung

Funk und Funknavigationsanlagen 1978

Havarie und Notausrüstung 1979
 
Kurzbeschreibung TU-154


4-Mann Technologie der Fluggruppe X
(als Fluggruppe X wurden die Besatzungen der Staatssicherheit bezeichnet)

FIF Navigationshandbuch

Methodik der Flugschulung bei INTERFLUG

Die Schrift mit den „methodischen Anweisungen zur Durchführung der Flugschulung auf den bei INTERFLUG eingesetzten Flugzeugtypen“ wurde 1968 vom damaligen Chefpiloten im Betriebsteil Flugbetrieb des Verkehrsflugs, Dr.-Ing Rolf Heinig, erarbeitet.

In Kraft gesetzt wurde sie durch den Direktors Wissenschaft und Technik und herausgegeben von der TDS der INTERFLUG mit der Signatur NB-A-4/10 Ag/130/74/68 TDZL.
Auf knapp 17 Seiten werden in Form von Anweisungen sowohl für das Instrukteurpersonal als auch für die zu schulenden Piloten grundsätzliche Regel aufgestellt, die bereits vor der Zulassung zur Ausbildung gelten und sich über die gesamte Zeit bis zum selbständigen Fliegen erstrecken. In einem weiteren Abschnitt werden Verantwortlichkeiten definiert und die Ordnung während der Flugschulung für die Flugzeugtypen An-24 und IL-18 im Einzelnen festgeschrieben. Dies gilt auch für die Schulung von angehenden Navigatoren, Bordfunkern und Bordmechanikern. Schließlich werden auch penibel alle mitzuführenden Dokumente aufgezählt.

Die Bedienungsanweisung wurde 1961 aus dem Russischen übersetzt und von der HVZL unter der Signatur Pirna/Elbe, Sonnenstein FF-РПСН-2-4/1 1962 herausgegeben.
Auf 34 Seiten mit 17 Abbildungen als Anlagen werden die Charakteristik der Radaranlage, deren Bedienung, mögliche Störungen und deren Beseitigung ausführlich beschrieben.

Die Anlage „Emblema“ wurde damals in der IL-18 zur Kollisionswarnung und Navigation eingebaut. Die Wirkungsweise beruht auf dem Abtasten der im Azimut vorgegebenen Raumabschnitte und dem Empfang der reflektierten Antwortsignale.
Das Abtasten erfolgt durch einen schmalen Strahl der elektromagnetischen Impulsenergie auf dem 1. Kanal und mit einem allseitig gerichteten Strahl auf dem 2. Kanal. Dabei können auf dem Sichtschirm sowohl die reflektierten Signale von Bodenzielen,, Gewitterfronten und entgegen kommenden Flugzeugen als auch Antwortsignale von Flugzeugsendern und Bodenradargeräten beobachtet werden.

Beschrieben werden auch der Verwendungszweck und die Arbeitsweise der Antenne sowie die der Empfangs- und Sendeblöcke und deren Anordnung im Flugzeug.

Der Navigationsrechenstab NAVIGAT LG 35-7380
vom VEB Mantissa Dresden;
63 Seiten; Signatur III-21-18 lt 2032-69

Das Heft stellt eine Anleitung zum Gebrauch des Rechenstabs sowohl für theoretische als auch praktische Aufgaben dar. Neben allgemeinen mathematischen Fragestellungen können mit ihm Aufgaben im Zusammenhang mit Navigation, Berechnung von Flugmanövern, der Luftbilderstellung bis zum Luftschießen und Bombenwurf gelöst werden.
In einem dreiseitigen Anhang wird auch seine Anwendung im Agrarflug an Beispielen beschrieben. Damit stellt dieser Rechenstab (auch Rechenschieber genannt) den Stand nach einer etwa 200jährigen Entwicklungszeit dar. Man fordert vom Rechenstab zwar nicht die Eigenschaften einer Rechenmaschine, aber die erzielte Rechengenauigkeit ist vollkommen ausreichend für die beschriebene Aufgabenstellung. HM

Weitere Informationen sind auf der Navigationsrechner Seite zu finden

Titel: "Aerodynamik"  für TU-134(A) als Lehrschrift

Format: pdf,  A4, 92 Seiten, Klammerheftung
Anzahl der Seiten: 92 (s/w, 3 Seiten in Farbe)
Erscheinungsjahr: Oktober 1969 als 2. Auflage des Manuskriptes (1. Änderung nach Einführung der TU-134A)
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Petzold, Betriebsteil Flugbetrieb/Abteilung Flugtechnologie/Gruppe Flugbetriebsdokumentation
Herausgeber: INTERFLUG - Technische Dokumentationsstelle Berlin-Schönefeld
Besitzer des Dokuments: Sammlung Gerd Ritter

gescannt und bearbeitet durch:
 Gerd Ritter

 

Titel: Langstreckennavigationsanlagen - Passagierflugzeug IL-62
Format: A4, Klammerheftung
Anzahl der Seiten: 50
Erscheinungsjahr: April 1981
Autor: Dr. Peter Korrell
Herausgeber: INTERFLUG Technische Dokumentationsstelle
Besitzer des Dokuments: Sammlung Gerd Ritter
gescannt und bearbeitet durch: Gerd Ritter

Obwohl die erste IL-62 ja bereits am 21.04.1970 als DM-SEA in das Luftfahrtregister der DDR eingetragen wurde und am 22. April 1970 bei INTERFLUG in einer großen Zeremonie in Schönefeld eintraf, erschien diese Lehrschrift erst im April 1981, um die Einführung in diese doch etwas anderen Naviagtionssysteme und -methoden für die Transitionkurse zu erleichtern.
Flugzeugführer und Navigatoren für die IL-62 kamen vorwiegend von der IL-18 und teilweise auch von der TU-134. Die Flugzeugführer der TU-134 kamen zu einem Teil zuvor auch von der AN-24, hatten also noch nie mit Langstreckennavigation und ihren Anlagen zu tun gehabt.
Die INTERFLUG besaß bis 1981 8 Maschinen des Typs IL-62, davon bereits 3 in der Modifikation M. Eigentlich waren es 9 Flugzeuge, doch die DM-SEA war ja bereits im August 1972 verloren gegangen. Es kamen dann bis zum Ende der DDR noch 12 Maschinen des Typs IL-62M dazu, wovon aber 3 Flugzeuge zunächst an die sogenannte Regierungsstaffel der NVA (LSK/LV) ausgeliefert wurden (jeweils 1982, 1984 und 1987). Doch auch dort wurde diese Lehrschrift als Einführung wohlwollend akzeptiert.

Dr. Peter Korell war in der Flugtechnologie des Flugbetriebes des Verkehrsfluges unter verschiedener Leitung beschäftigt.

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